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Veranstaltung

Unternehmerforum Wissensmanagement in Zwickau

Am 2. Juli 2026 kamen 15 Unternehmen in der Gründerzeit Zwickau zusammen, um über Expertenwissen, KI und Wissenssicherung im Mittelstand zu sprechen.

Ein Thema, das viele Betriebe betrifft

Gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz und der IHK Chemnitz gestaltete Implix am 2. Juli 2026 das Unternehmerforum „Expertenwissen mit KI im Unternehmen halten“ mit. In der Gründerzeit Zwickau kamen 15 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung zusammen. Schnell wurde deutlich, dass viele mit einer ähnlichen Frage gekommen waren: Was passiert mit dem Wissen, wenn erfahrene Mitarbeiter gehen?

Nach der Begrüßung durch Stefan Heinicke von der IHK Chemnitz ging es zunächst um konkrete KI-Anwendungen aus der Praxis. Stefan Heinicke stellte mehrere Beispiele aus der Arbeit des Mittelstand-Digital Zentrums Chemnitz vor, von der automatischen Rechnungsprüfung bis zum KI-gestützten Übersetzen. Dabei wurde sichtbar, wie breit KI inzwischen in betrieblichen Abläufen eingesetzt werden kann.

Stefan Heinicke spricht vor der Programmfolie des Unternehmerforums in Zwickau. Stefan Heinicke von der IHK Chemnitz eröffnet das Unternehmerforum und stellt das Tagesprogramm vor.

Im weiteren Verlauf rückte eine tiefer liegende Frage in den Mittelpunkt: Was passiert mit Wissen, das über Jahre in den Köpfen der Belegschaft gewachsen ist, wenn diese Menschen in Rente gehen oder das Unternehmen wechseln? Demografischer Wandel und Fluktuation machen diese Frage gerade für den Mittelstand zu einem konkreten Risiko.

Von der Theorie in die offene Diskussion

Aus dem geplanten Vortragsteil wurde schnell eine offene Runde. Die Teilnehmenden schilderten eigene Herausforderungen: langjährige Meister, deren Erfahrung sich in keiner Dokumentation wiederfindet, oder Einarbeitungen, die lange dauern, weil vieles nur mündlich weitergegeben wird.

Leitfragen zum Wissensrisiko auf der Leinwand beim Unternehmerforum. Konkrete Leitfragen halfen den Unternehmen, ihr eigenes Wissensrisiko einzuschätzen.

Auffällig war, dass die meisten Unternehmen bereits Ansätze ausprobiert hatten: Wikis, strukturierte Ordner oder Dokumentationsvorlagen. Zum Ziel geführt hatte das selten. Solche Systeme können nur festhalten, was jemand bereits aufgeschrieben hat. Erfahrungswissen, kleine Kniffe und Entscheidungen aus der Praxis bleiben oft außen vor.

Der Moment mit dem Kaffee

Im Implix-Teil zum Wissensmanagement ging es darum, zu zeigen, wie ein KI-gestützter Interviewassistent implizites Erfahrungswissen erfassen kann. André Starke, einer der Teilnehmer, erklärte sich spontan bereit, sich vor der Runde interviewen zu lassen. Das Thema war bewusst alltagsnah: wie er zu Hause seinen Kaffee kocht.

Live-Demo des Implix Interviewassistenten vor dem Publikum. Live vor der Runde: André Starke im Gespräch mit dem Implix Interviewassistenten.

Was zunächst einfach klang, wurde zum anschaulichen Beispiel. Der Assistent fragte nach: Warum genau diese Wassermenge? Woran erkennt man, dass der Mahlgrad stimmt? Was ändert sich, wenn die Bohnen frisch sind? Schritt für Schritt kamen Details zum Vorschein, über die André Starke zuvor nicht bewusst nachgedacht hatte.

Implix Interviewassistent mit strukturiertem Wissen aus dem Live-Gespräch. Parallel zum Gespräch wird das erfasste Wissen sichtbar strukturiert, von der bevorzugten Röstung bis zur Zubereitungsmethode.

Auch Stefan Heinicke stellte sich den Fragen des Assistenten. Die Demo zeigte, wie natürlich sich solche Gespräche führen lassen und wie viel Prozesswissen sichtbar wird, wenn es gezielt erfragt wird.

Genau hier setzt Implix an: Menschen wissen häufig mehr, als sie auf Anhieb formulieren können. Wertvolles Wissen steckt in Handgriffen, Faustregeln und Entscheidungen, die im Alltag selbstverständlich wirken und deshalb selten dokumentiert werden.

Die Frage nach der Akzeptanz

Ein Punkt kam an diesem Vormittag mehrfach auf: Wie reagieren Mitarbeiter, wenn sie interviewt werden und ihr Wissen weitergeben sollen? Entsteht dabei das Gefühl, sich selbst überflüssig zu machen?

Diese Frage wurde offen diskutiert. Entscheidend ist, dass es nicht darum geht, Menschen zu ersetzen, sondern ihre Erfahrung sichtbar zu machen und wertzuschätzen. Wenn deutlich wird, dass jahrelange Praxis für das Team gesichert werden soll, kann aus anfänglicher Skepsis Akzeptanz entstehen. Wichtig ist, wie ein solches Projekt eingeführt und begleitet wird.

Was die Teilnehmenden mitgenommen haben

Viele Unternehmen konnten sich nach der Demo vorstellen, wie sie einen solchen Ansatz im eigenen Betrieb einsetzen würden. Eine zentrale Erkenntnis war, dass aktives Wissensmanagement nicht bei Ablage und Verwaltung enden muss. Wissen lässt sich proaktiv erfassen, wieder aktivieren und im passenden Moment bereitstellen.

Besonders in Erinnerung blieb die Rückmeldung von Stefan Heinicke, wie viel sich bei Implix bereits entwickelt hat und was schon funktioniert. Nach der Veranstaltung teilte außerdem ein teilnehmender Unternehmer seine Eindrücke vor der Kamera.

Warum dieser Vormittag wichtig war

Für Implix war das Unternehmerforum ein weiterer Hinweis darauf, wie konkret der Bedarf in Unternehmen ist. Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der Frage, wie sie Expertenwissen sichern, bevor es verloren geht. Der direkte Austausch, die Live-Demo und das Feedback der Teilnehmenden waren dafür besonders wertvoll.

Ein Dank geht an André Starke für die spontane Live-Demo, an die Gründerzeit Zwickau für den Rahmen sowie an das Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz und die IHK Chemnitz für die Zusammenarbeit.

Wer wissen möchte, wie viel Erfahrungswissen im eigenen Unternehmen steckt und wie es strukturiert erfasst werden kann, kann sich für eine Demo mit Implix melden.

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